15. Januar 2018 simplyjulia 0Comment

Welke Rosen auf dem Tisch. Grünliches Wasser und ein leeres Glas Wasser daneben. Regen prasselt auf das Dachfenster und die Heizung tröpfelt leise. Lange war ich nicht hier, ist alles vertraut und doch fremd. Ein ganz normaler Montag. Die Tür fällt hinter mir ins Schloss. Mein Blick wandert dahin, wo eigentlich die Kerze stehen sollte. Keine Kerze. Kein Licht.

Ich komme daher, wo ich mich besser fühle. Bei dir.

Jetzt, wo ich hier bin, weiß ich, dass was fehlt. Klares Wasser, weiße Rosen, eine silberfarbene Kerze und ein paar Kräuter. Für die Küche.

Bald wird es anders, nehm ich mir vor. Bald tanze ich hier vor Freude und esse vom Boden und male mit dem Finger lachende Gesichter in die Staubpartikel in der Luft, die von der Sonne angestrahlt werden. Ich ertappe mich mit einem Lächeln auf den Lippen. Nur beim Gedanken daran. Bald wird es anders.

Warum frisches Wasser, wenn die Blumen sowieso vertrocknen. Warum die Kerze, wenn es trotzdem dunkel bleibt. Keine Frage. Warum das alles, wenn bald alles anders ist.

Ankommen. Sich wohl fühlen. Dasein, ohne gehen zu müssen.

Das Prasseln wird leiser. Die Heizung schweigt. Ich werde ruhig. Beim Gedanken daran. Beim Gedanken an Kerzen und Blumen und Licht, einem Kristall am Fenster und einem vollen Glas Wasser auf dem Tisch.

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