1. Februar 2018 simplyjulia 0Comment

Meine Jacke gleitet über meine Schultern und fällt zu Boden. Ich lasse mich auf die Couch fallen und in meinem Kopf dreht sich alles. Tausende von Eindrücken, die auf mich einprasseln, Erinnerungen, Bruchstücke. Der ganze Tag läuft vor meinem inneren Auge ein zweites Mal ab, wie im Film. Einmal Popcorn bitte!

Die Welt ist ein Jahrmarkt. Und die Menschen sind Marionettenpuppen. Es kommt mir vor, als wär alles ein Spiel. Und ich, ein Teil von allem. Inszeniert.

Ich atme tief. Was muss ich als nächstes tun? Papierkram, dies, das. Und als nächstes könnt ich schon mit der nächsten Sache beginnen, dann hab ich morgen weniger zu tun. Hab ich? Nö! Warum die Eile? Einmal Massage zur Entspannung, bitte!

Das wärs jetzt! Ein Entspannungsbad! Wie lange ist das her? Zu lange, das steht fest. So viele bunte Bilder im Kopf und kein Platz für mich selbst. Jetzt fällt’s mir grade auf. Einmal frische Luft bitte! Und ein bisschen mehr Achtung vor mir selbst.

Noch mehr glitzernde Bruchstücke tanzen in meinem Kopf. Schluss mit dem Zirkus! Ich kann die Affen nicht mehr sehen. Erstmal was essen. Ich sehe, wie mein innerer Schweinehund die Zügel in die Hand nimmt und losreitet. Eigentlich sind es Marionettenfäden, mit denen er mich in Richtung Küche steuert. Keine Ahnung, wie er das macht, aber es funktioniert. Gemüsesticks oder Nussmix? Einmal Nussmix natürlich, bitte!

Zurück auf die Couch. Und zurück in meinem Körper. Ich leg die Fäden ab. Was für ein Theater!

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