3. März 2018 simplyjulia 0Comment

Tag 1.

Hier bin ich nun. Stille. Anonymität. Ich muss nicht nach jeder Ecke jemanden erwarten, den ich kenne und kann ohne Anspannung meinen Gedanken freien Lauf lassen. Freiheit. Loslassen. Alles neu macht der März. Hm. Irgendwie passt das nicht. Aber mir passt das eigentlich ganz gut. Es fühlt sich an, als würde ich in ein neues Leben einsteigen. Alles neu, alles anders. Fremd und doch frei. Laut und doch besinnt. Ängstlich und doch selbstbestimmt. In welche Richtung?

So viele Wege, so viel, was ich vorher nicht gehört, nicht gesehen, nicht berührt habe. Wo fange ich an? Ich habe selbst das Gefühl die Menschen auswendig lernen zu müssen, die mir entgegenkommen. Wohin soll ich schauen? So viel auf einmal. Was soll ich zuerst hören? Welchen Weg nehmen? Ich hör in mich hinein. Was will ich? Was brauch ich?

Tag 2.

Loslassen. Lass alles auf mich zukommen. In die Stille hören. Warten. Zeit, um alles wahrzunehmen.

Klick. Und noch eins. Ich sehe mir das Foto an, welches ich gerade geschossen habe und freue mich, dass ich für mich bin. Und noch eins. Weil ich neue Eindrücke sammeln will, weil ich auswendig lerne. Vertraut soll es werden. Stück für Stück. Detail für Detail. Auch wenn ich weiß, dass ich am Ende des Jahres nicht alles auswendig kann. Zu viel.

Stille. Ausblick auf die Berge. Ein glückliches Lächeln. Mit Sonne und Eisblumen im Gesicht. Menschen, die mich bemerken und ansprechen. Freundlich. Hilfsbereit. Zu Hause sein in der Fremde. Ich bin ruhig, nehme alles wahr. Stück für Stück lerne ich auswendig. Und es ist nicht schlimm, wenn mir etwas Neues begegnet. Ich erkunde. Ich bin neugierig. Beobachte. Und In aller Ruhe nehme ich wieder meine Kamera in die Hand und suche mir das schönste Motiv aus.

Tag 3.

Ankommen. Sich wohlfühlen. Tief atmen. Jeder Schritt fühlt sich schon vertraut an. Gehe mehrmals die gleichen Wege. Alles klein und übersichtlich. Vertrauen! Das Schicksal zeigt den Weg. Schon so vieles ist schon auswendig gelernt. Ich lass es auf mich zukommen. Langsam. Nicht schnell. Und diese Stille. Alles, was ich brauche ist hier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.