15. März 2018 simplyjulia 0Comment

Licht an. Kalte und rote Wangen von der eisigen Nachtluft. Ich bin zurück und schließe die Tür, hänge meine Jacke auf und gehe zielstrebig durch den Wohnraum zum Esstisch, wo mein Mac liegt. Meine Gedanken noch im Dunkeln, eine Stunde zurückversetzt, wo ich gerade über sanften Waldboden spaziert bin. Begleitet von dominanten Windstößen, die sich pfeifend durch die Tannenspitzen kämmten. Hastig tippe ich ein, was mir an Eindrücken geblieben ist.

Der See. Dunkelblau und klar. Von der Mitte her bedeckt von Eisschichten. Nach außen hin spiegelt er die weißen Alpengipfel, die stolz am Horizont hinter den Tannenspitzen emporragen. Einzelne Steine durchbrechen die ruhende Wasseroberfläche und hier und da entstehen kleine Wellen am Ufer durch den Wind. Vogelgezwitscher. Sonst Stille. Und tiefes BLAU. Gräuliches Blau. Unterschiedliche Blautöne. Diese Vielfalt im Dunkeln.

Das Grelle Licht über dem Esstisch blendet mich. Ich nehme einen heißen Schluck Tee, um mich aufzuwärmen. Was für eine schöne klare Nacht. Spontan und frei. Unerwartet und wohltuend. Wie Heilung. Diesen Gedanken möchte ich festhalten. Und mich daran zurückerinnern, wenn ich erneut die stärkende Kraft der Dunkelheit spüren möchte.

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