6. Juni 2018 simplyjulia

Wo ist er? Mein Platz. Mein Ort. Wo gehör ich hin? Hier fühl ich mich wohl. Im Grün. Natur. Umgeben von sanftem Wind, Vogelgezwitscher, grünen Heidelbeersträuchern und dem Duft von frischem Sommerregen. Heimat. Wo ist er? Mein Platz. Mein Ort. Wie weit ist es bis dahin? Ich bin dauernd auf der Suche. Ohne Ende. Ohne Ziel. Auf diesem Weg. Mit Umwegen. Mit Irrwegen. Aber wohin, wenn ich nicht weiß, wohin? Ich frage mich. Ich ruhe. Ich raste. Und ich frage mich. Aber ich muss weiter, weil man weiter muss. Immer. Wo ist er? Mein Platz. Ein Platz an dem ich…

24. Mai 2018 simplyjulia

… ist Sehnsucht. Sehnsucht ist wie bitterer Kirschsaft auf der Zunge und wie traurige Musik, um ein leeres Herz zu füllen. Man muss einfach loslassen, um sich davon zu befreien. Loslassen … … ist wie festhalten. Nur andersrum. Eigentlich ganz einfach. Nur in schwierig. Lass es los, das rote Stück Stoff. Du hältst dich immer noch daran fest, dabei steht es dir überhaupt nicht mehr. Früher auch nicht. Früher, ja früher da hast du es einfach getragen. Aber schon damals hat es nicht zu dir gepasst. Lass es los, denn es flattert so schön im Wind und wäre schnell mit…

9. Mai 2018 simplyjulia 2Comment

So oft hier gewesen und trotzdem immer Neues zu entdecken. Kleine, bunte Welt. Ich hab dich vermisst. Deine Lebhaftigkeit, deine kommunikative Art. Die Farben. Überall Farben. Und dann spiegeln sie sich noch einmal im Wasser. Musik. Stimmengewirr. Zahllose Eindrücke. Aufruhr. Kreative, schlichte Schönheit. Über die schmale, alte Steinbrücke und entlang dem Ufer, gesäumt von Bars und Restaurants. Die Steine unter meinen Füßen strahlen die Hitze ab, die sie tagsüber aufgenommen haben. Dazu die kühle Nachtluft, die mir ums Gesicht streicht. Es dämmert bereits und die ersten Lichter gehen an. Lautes Lachen. Lautes Gerede. Wie auf einem Fest. Ein nächster Windstoß…

24. April 2018 simplyjulia

Ich bin nackt vor dir. Habe mich ausgezogen, dir mein Herz offenbart und du stichst zu. Wie ein Kaktus. Und die Nadeln stecken tief. Tief und lange. Und es dauert, bis ich jeden einzelnen Stachel wieder herausgezogen habe. Und das ist nicht alles. Es bleibt eine Wunde. Die Wunde muss heilen. Vielleicht bleibt auch eine Narbe. Sie geht nicht mehr zurück. Ich bin nackt vor dir. Dünnhäutig und zart. Du hast es tausendmal von mir gehört, aber nie verstanden. Du weißt nicht, was es bedeutet sich Stachel für Stachel zu befreien. Von vorne zu beginnen. Zu vergeben, sich erneut auszuziehen,…

5. April 2018 simplyjulia

Sturmböen. Die dürren Bäume wiegen sich vor meinem Fenster im Wind. Am Horizont der Lichtstreifen. Alpenspitzen, die aussehen, als würden sie in Flammen stehen. Heftig prasselt der Regen gegen mein Fenster. Von einer Sekunde zur anderen hängt ein dicker, grauer Schleier am Himmel. Durch das offene Fenster kommen Windstöße herein und peitschen den Regen immer stärker gegen das Fenster. Ich starre auf den Lichtstreifen am Horizont und hoffe. Aprilwetter. Hoch und Tief. Ein einziger Wechsel. Und meine Gedanken machen mit. Ich öffne die Balkontür und setze meine nackten Füße auf die kalten und nassen Fliesen. Ich spüre die Regentropfen auf…

23. März 2018 simplyjulia

Plötzlich alles aus einem neuen Blickwinkel sehen. Von oben herab. 114 Meter über der Norm. Ich blicke voraus. Vor mir die 400 Meter lange stählerne Hängebrücke aus dem Guinnessbuch der Rekorde. Wir setzen langsam einen Fuß vor den anderen. Gemeinsam. Schwebend auf einem Gitter. Wir beide Hand in Hand mit zittrigen Knien. Was für Dinge einem plötzlich durch den Kopf gehen. Wir unterhalten uns über Versicherungen und Rettungshubschrauber und Klammern uns aneinander fest, obwohl wir wissen, dass hier seit Jahren täglich zahlreiche Touristen rübergehen und die Brücke absolut sicher ist. Der beste Beweis dafür, dass der Kopf absolute Macht über…

21. März 2018 simplyjulia

Seine Hand glitt langsam über ihre Schulter und verließ dann ihren Körper. Da war diese Leere zwischen ihnen, obwohl sie sich noch gegenüberstanden. Gänsehaut. Ihre Augen waren nun die einzige Verbindung, die noch zwischen ihnen bestand. Traurige Blicke, die sich zwischen ihnen trafen. Ein Schauer. So viel Leere und eine lange Zeit lag vor ihnen. Eine heiße Träne kullerte über ihre gefrorene Wange und er setzte noch einmal zu seiner letzten Berührung an. Sanft wischte er die Träne mit seinem Daumen weg, hielt sie sanft am Nacken, zog sie leicht zu sich und küsste sie zärtlich mit leicht geöffnetem Mund….

15. März 2018 simplyjulia

Licht an. Kalte und rote Wangen von der eisigen Nachtluft. Ich bin zurück und schließe die Tür, hänge meine Jacke auf und gehe zielstrebig durch den Wohnraum zum Esstisch, wo mein Mac liegt. Meine Gedanken noch im Dunkeln, eine Stunde zurückversetzt, wo ich gerade über sanften Waldboden spaziert bin. Begleitet von dominanten Windstößen, die sich pfeifend durch die Tannenspitzen kämmten. Hastig tippe ich ein, was mir an Eindrücken geblieben ist. Der See. Dunkelblau und klar. Von der Mitte her bedeckt von Eisschichten. Nach außen hin spiegelt er die weißen Alpengipfel, die stolz am Horizont hinter den Tannenspitzen emporragen. Einzelne Steine…

8. März 2018 simplyjulia

Weltfrauentag. Menstruation und Emotionen. Lästiges Haare entfernen und stundenlanges Schminken. 1475 Tabs im Kopf offen. Gleichzeitig. Immer. Sturmfrisur bändigen und Frauenwitze über sich ergehen lassen. Zwischen Emanzipation und Tradition. High Heels und LowFat Diät. Shoppingqueen und Quasselstrippe. Beste Mama oder überzeugte Single-Frau. Haushalt oder Karrierewahn. Mathe-Null und Technik-Katastrophe. Sex-Muffel oder Prostituierte. Heulsuse oder Kichererbse. Bist du die Frau, die nicht einparken kann oder die, die wie ein Mädchen wirft? Blondine oder Brünette? Instagrammerin oder Schminktutorial-Guide? Lady oder Diva? Freundin oder Konkurrentin? Kannst du die Gedanken einer Frau hören wie in „Was Frauen wollen“? Was bedeutet Frau sein für dich? Frau…

3. März 2018 simplyjulia

Tag 1. Hier bin ich nun. Stille. Anonymität. Ich muss nicht nach jeder Ecke jemanden erwarten, den ich kenne und kann ohne Anspannung meinen Gedanken freien Lauf lassen. Freiheit. Loslassen. Alles neu macht der März. Hm. Irgendwie passt das nicht. Aber mir passt das eigentlich ganz gut. Es fühlt sich an, als würde ich in ein neues Leben einsteigen. Alles neu, alles anders. Fremd und doch frei. Laut und doch besinnt. Ängstlich und doch selbstbestimmt. In welche Richtung? So viele Wege, so viel, was ich vorher nicht gehört, nicht gesehen, nicht berührt habe. Wo fange ich an? Ich habe selbst…